Kontrapolis.info / Berliner Autonome06.02.2026

04.02.2026 Berlin-Friedrichshain: Free Maja Sponti „Gegen Faschismus & Repression“

04.02.2026 Berlin-Friedrichshain: Free Maja Sponti „Gegen Faschismus & Repression“

Quelle/Source: https://kontrapolis.info/17423

(–english below–) Nach der wütenden und dynamischen Free Maja und Free all Antifas Demonstration durch Kreuzberg und Friedrichshain mit bis zu 1000 Teilnehmenden gab es in Friedrichshain noch eine lautstarke Sponti mit einigem an Pyro und vielen Parolen.

Wut und Hass.. der Soko LinX!“ – eine der gerufenen Parolen, wendet sich direkt gegen die Ende 2019 von CDU-Justizminister und CDU-Innenminister gegründete sog. „Sonderkomission“ der LKA-Bullen gegen Linke, die seitdem immer wieder durch parastaatliche Methoden und rechte Verstrickungen auffielen.

In der Erklärung zur Sponti sagen „Berliner Autonome“ auf Indymedia: „Wir sind verdammt wütend und werden nicht aufhören zu kämpfen, denn ein Angriff auf eine*n ist ein Angriff auf uns alle. Antifa bleibt notwendig!“ (Quelle: https://de.indymedia.org/node/703878)

VIDEOCLIP: https://sendvid.com/n04vrhgb


––– english –––

04.02.2026 Berlin-Friedrichshain: Free Maja flashmob demo – “Against Fascism & Repression”

After the angry and dynamic Free Maja and Free all Antifas demonstration through Kreuzberg and Friedrichshain with up to 1000 participants, there was another loud spontaneous demonstration (Sponti) in Friedrichshain with some pyrotechnics and many slogans.

Anger and hatred… against the Soko LinX!’ – one of the slogans shouted, is directed against the so-called ‘special commission’ of the LKA cops (Soko LinX) against leftists, which was founded at the end of 2019 by the CDU Minister of Justice and CDU Minister of the Interior of Saxony, which has repeatedly attracted attention through parastatal methods and right-wing entanglements.

In their statement on the spontaneous demonstration, ‘Berliner Autonome’ say on Indymedia: ‘We are extremely angry and will not stop fighting, because an attack on one of us is an attack on all of us. Antifa remains necessary!’ (Source: https://de.indymedia.org/node/703878)

VIDEOCLIP: https://sendvid.com/n04vrhgb

Image

 
Max Hölz, 19.01.202606.02.2026

Palästina und die Fahnen der VVN – ein Bericht von der „Antifa heißt Freiheit für Palästina“-Demo 17.01.2026 Leipzig-Connewitz

Palästina und die Fahnen der VVN – ein Bericht von der „Antifa heißt Freiheit für Palästina“-Demo 17.01.2026 Leipzig-Connewitz

Quelle: https://widerstaendig.de/palaestina-und-die-fahnen-der-vvn
Link-Tip: https://vvn-vda.de

Im Folgenden ein Bericht von Max Hölz zur der Demo am 17. Januar 2026 in Connewitz für Palästina-Solidarität:

Ich will Juliane Nagel (MdL Die Linke Sachsen) nicht mehr hören. Sie ist für mich seit gestern politisch endgültig gestorben. Habe noch im Ohr, wie sie im Vorfeld der Demo vom 17.1.26 in Connewitz tönte, dass sie “Israel-nahe und palästinasolidarische Kräfte zusammenbringen will”. Nun habe ich auf unserer Demostrecke am Straßenrand soviele vermummte Antideutsche gesehen (mit ihren Israel und seine Angriffsarmee verherrlichenden und die Palästina-solidarischen Menschen beleidigenden Parolen und Transparenten), dass ich davon für mein Leben genug habe. Die scheinen wohl alle in Leipzig zu wohnen oder für diesen einen Tag dahin gekommen zu sein.

Zeitweise fühlte ich mich an meine Zeit 1995 in der Westbank erinnert. Wenn dort nämlich einmal im Jahr am “Jerusalem-Day” die rechtsextremen jüdischen Siedler, Tausende, jeder eine Israel-Fahne in der Hand, am Damaskus-Tor im arabischen Teil Jerusalems ihren Anspruch auf ganz Jerusalem und auf das ganze biblische Palästina schreiend und pöbelnd geltend machten.

Die ursprüngliche Demo-Route durch ganz Connewitz war von der Polizei verboten worden. Die neue Route ging nicht weiter rein nach Connewitz, also nicht zum alternativen Kulturzentrum “Conne Island”. Und auch nicht zum Langweiler-Büro “Linxxnet” von Jule Nagel (MdL Die Linke), das mich – ehrlich gesagt – überhaupt nicht interessierte! Der Zugang zum Connewitzer Zentrum wurde von der massenhaft Israel-Fahnen schwenkenden antideutschen “Antifa Blau-Weiss” (pro Israel) dabei ‘heroisch’ verteidigt. Mutig, und zwar hinter massiven Polizeiabsperrungen.

 
Kurdische Organisationen und Kurdistan-Solidaritäts-Gruppen22.01.2026

❤️☀️💚 BERLIN: Rojava verteidigen – Solidarität auf die Straße tragen! Schließt euch an!

❤️☀️💚 BERLIN: Rojava verteidigen – Solidarität auf die Straße tragen! Schließt euch an!

Angesichts der aktuellen Lage in Rojava gehen wir in Berlin täglich auf die Straße.

Wir stellen uns gegen gegen die Angriffe und gegen das Schweigen der internationalen Gemeinschaft. Und für die Frauenrevolution in Rojava!

✌️ Wir rufen alle Internationalist:innen in Berlin dazu auf, sich an den täglichen Demonstrationen zu beteiligen!

📢 Großdemonstration am Samstag 24.01.2026 in Berlin!

Am Samstag werden Freund:innen und Genoss:innen aus vielen Städten in Ostdeutschland nach Berlin kommen, um hier gemeinsam zu demonstrieren. Wir schließen uns diesen Aktionen an und rufen alle Internationalist:innen auf, euch ebenfalls anzuschließen und mit uns auf die Straße zu gehen!

Hoch die internationale Solidarität!
✌️ Rojava lebt – der Widerstand lebt!

 
Azad Dersime, Perspektive Online21.01.2026

Palästina und Kurdistan – Intifada oder Serhildan?

Image

Link zum Artikel: https://perspektive-online.net/2026/01/palaestina-und-kurdistan-intifada-oder-serhildan/

Bomben auf Zelte mit Familien auf der einen und hunderttausende flüchtende Minderheiten auf der anderen Seite. Die Bilder, die uns aktuell aus Palästina und Kurdistan erreichen, sind so historisch wie schmerzhaft. Gleichzeitig wird immer wieder versucht, die beiden Bewegungen gegeneinander auszuspielen – lassen sich die Kämpfe noch miteinander verbinden? – Ein Kommentar von Azad Dersime.

Gegen 20 Uhr deutscher Zeit erklärte die syrische Regierung rund um den faschistischen al-Dscholani und seine salafistische Entourage den totalen Krieg gegen die selbstverwalteten Gebiete West-Kurdistans, zu Kurdisch ,,Rojava“. Dieser Angriff stellt nicht nur die schlichte Doppelmoral der westlichen Imperialisten zur Schau, er lässt auch einen lang beschwiegenen Konflikt innerhalb der internationalistischen Bewegung zum Vorschein kommen. Hier greifen türkische Nationalisten mit Palästina-Fahnen kurdische Kundgebungen an, und dort rufen kurdische Demonstrierende zionistische Parolen mit israelischen Fahnen.

„Wo waren die, als mir etwas passiert ist?“, „Warum reden sie nicht über das?“ oder „Warum soll ich für die auf die Straße gehen?“ sind die Fragen, die man von Kriegsgeflüchteten hört, wenn es darum geht, die Kämpfe miteinander zu verbinden. Unsere Solidarität hängt oftmals davon ab, was die andere Seite für uns tun kann oder tun könnte. Die Erkenntnis, dass dies ein falsches Verständnis von Solidarität ist, ist essenziell und geradezu überlebenswichtig für die Kämpfe, die wir führen.

Für welchen antikolonialen Kampf bist du?

Wenn es um Solidarität geht, sind es oftmals (vermeintliche) geopolitische Allianzen, die im Weg stehen. Dahinter stecken meist reale, aber doch sorgfältig instrumentalisierte Klagen und Missstände.

Während auf der einen Seite Allianzen zwischen Teilen der kurdischen Widerstandsbewegung mit Israel und den USA kritisiert werden, beklagt die andere Seite indessen angebliche Allianzen zwischen dem Mullah-Regime und der Türkei mit dem palästinensischen Widerstand. Beides wurde in der Vergangenheit und bis heute als Grund für das Schweigen der jeweiligen Seite herangezogen.

Entlang dieser Linien werden antikoloniale und internationalistische Aktivist:innen gegeneinander ausgespielt. Der Fokus liegt statt auf dem gemeinsamen Kampf gegen ein und dieselben Imperialisten auf Punkten, die auf beiden Seiten zu nichts mehr als einer Schlammschlacht aus Vorwürfen und Halbwissen verkommen.

Rassistische und reaktionäre Vorurteile sind genau jene, die die Perspektive der Imperialisten in die Debatte bringen, ihre Schlachten für sie austragen und ihre menschenfeindlichen Haltungen in die jeweiligen Bewegungen zu bringen. Wir können diese Elemente weder durch Pauschalisierungen noch durch Verschweigen besiegen. Zionistische und antikurdische Haltungen können nur gemeinsam im Kampf, kritisch und solidarisch überwunden werden.

Palästinensischer und kurdischer Widerstand: Gemeinsam klappt es besser

Dass gemeinsame Praxis Früchte trägt, zeigt ein Blick auf eines der eindrücklichsten Beispiele des gemeinsamen Kampfes. Bei der Schlacht um das Beeka-Tal ermordete Israel, damals unterstützt durch die USA und die Türkei, 13 Revolutionär:innen der DFLP und der PKK und verhaftete fünf weitere. Unter einem der namhaftesten Märtyrer der kurdischen Bewegung, Mahsum Korkmaz, kämpften etwa 10.000 Kämpfer aus den Reihen der palästinensischen und kurdischen Bewegungen über mehrere Monate gegen die imperialistischen Kräfte, beruhend auf einem gegenseitigen Verständnis für den Kampf des jeweils anderen.

Wenige Jahre zuvor hatte Mahsum Korkmaz mit einem Kontingent kurdischer Kämpfer:innen an der Seite der PFLP im Libanon die Stadt Beirut gegen die zionistische Belagerung verteidigt. Diese Beispiele antiimperialistischer Solidarität im Kampf gegen Kolonialismus und Besatzung passen nicht in das Narrativ westlicher Profiteure.

Institute wie das Kurdische Institut in Paris oder die „American University of Kurdistan“ in Başûr, Südkurdistan, sind längst zu Thinktanks für imperialistische Ambitionen in Kurdistan geworden – Amerikas ausbeuterische Absichten in Westasien wurden und werden noch immer durch eben diese Träger westlicher Interessen gefestigt. Sie bilden Generationen von Historikern und sogenannten ,,Experten“ aus, die eine verfälschte Version der komplexen Geschichte verkaufen. Und das ganz im Interesse des US-Welthegemons. Eine, in der sich ,,die Araber“ nicht um die Kurden scheren würden. Statt der gemeinsamen Unterdrückung geht es um althistorische Kämpfe in der Zeit des osmanischen Reiches und noch weiter davor.

Die Imperialisten heucheln, lügen und spalten

Einen ähnlichen Keil treibt die Türkei voran, die sich rhetorisch immer wieder vermeintlich mit dem Leid der Menschen in Palästina solidarisiert. In der Realität arbeitet der türkische Staat jedoch nicht nur geheimdienstlich mit dem Mossad und der CIA, beispielsweise gegen die kurdische Bewegung, zusammen. Bis vor kurzem pflegte er zudem enge wirtschaftliche Beziehungen, darunter Rüstungsexporte und militärische Kooperationen mit der zionistischen Besatzung.

Im Fall der neuen syrischen Regierung verhält es sich ähnlich: Nach jahrzehntelangen syrisch-israelischen Konflikten rund um die Golanhöhen erkennt al-Dscholani mittlerweile die israelische Annexion des Gebietes von 1981 fast schon offiziell an. Doch nicht nur das, auch auf diplomatischer Ebene nähern sich die Regierungen beider Länder seit Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 weiter an.

In einer perfiden Wendung nutzt der türkische Staat zudem palästinensische Vertriebene, um die besetzten Gebiete in Afrin zu destabilisieren. Mehrere Tausend palästinensische Flüchtlinge wurden in besetzte Gebiete gebracht, oftmals in die Häuser vertriebener Familien. Das offen ausgesprochene Ziel ist es, die gemischte Gesellschaft in Rojava zu destabilisieren.

Schon die Römer wussten, wie man Feinde teilt. Beim Angriff auf die gallischen Gebiete spielten sie verfeindete Stämme gegeneinander aus, um sie im Moment der Schwäche beide zu zerschlagen. Auch tausende Jahre nach dem ersten Einsatz der „divide-and-conquer“-Strategie fallen die Opfer kolonialer Herrschaft ein weiteres Mal auf diese Lügen herein.

Proletarisch, internationalistisch, solidarisch!

Die internationale Situation ist prekärer denn je. Während mehreren Völkern ein Genozid droht, macht ein anderes gerade einen durch. Die Täter sitzen teils am selben Tisch, doch statt uns auf den Kampf gegen sie zu besinnen, streiten wir darum, wer in ihren Augen besser dasteht.

Wenn wir unsere Solidarität daran knüpfen, wer wann, wie und warum für wen spricht, dann werden wir scheitern. Wenn wir unsere Solidarität mit unterdrückten Völkern und untereinander an Bedingungen knüpfen, werden wir scheitern. Solidarität ist kein Geben und Nehmen. Unterdrückung anzuerkennen und an der Seite von Menschen zu stehen, unabhängig davon, ob sie potenziell auch an unserer Seite stehen würden, ist gelebte Solidarität.

Gewinnen können wir nur, wenn wir uns kompromisslos mit allen solidarisieren, die unter der aktuellen Weltordnung erdrückt werden und sich entscheiden, den Widerstand dagegen selbst in die Hand zu nehmen. Vor allem auch in Bezug auf Rojava, welches seit seiner Existenz von verschiedenen Seiten bedroht ist und dabei schon jeher eine Art Hoffnungsschimmer für die unterdrückten Völker der Erde darstellt.

Denn die Situationen in Palästina und Kurdistan stellen einen Kipppunkt dar. Sowohl im besetzten Palästina als auch in allen kurdischen Gebieten wird das Schicksal von Millionen entlang der Interessen westlicher Imperialisten entschieden. Die Konsequenzen reichen dabei weit über Gaza, Kobanê oder Westasien hinaus – und es ist unsere Pflicht, die Imperialisten unserer Länder dafür in Verantwortung zu ziehen.

 
 
Lotta Antifascista - Connewitz09.01.2026

Kein Raum den Faschist*innen am 17.01.2026 in Leipzig-Connewitz!

Kein Raum den Faschist*innen am 17.01.2026 in Leipzig-Connewitz!

Liebe Genoss*innen,

Nach der Veröffentlichung unserer Demonstration – Antifa heißt Free Palestine 17.01.2025 in Leipzig-Connewitz – waren diverse Reaktionen zu vernehmen.

Diesbezüglich möchten wir einiges klarstellen:

Die Demonstration ist keine Veranstaltung die sich inhaltlich per se gegen Connewitz als Stadtteil oder Menschen aus Connewitz richtet. Das ist allein insofern schon absurd, dass die Demonstration im Kern von Menschen aus Connewitz organisiert wird. Die Demonstration ist Teil der politischen Auseinandersetzung zwischen sich als antiimperialistischen Linken Verstehenden und Zionisten. Die Gleichsetzung von Antiimperialismus und Palastinasolidarität mit Faschismus entbehrt jeder Grundlage und belegt die ideologische Verblendung der zionistischen Propagandisten.

Des Weiteren reagierte Ferhat Sentürk auf die Anmeldung der Demonstration: Das politische Wirken Sentürks ist diffus. Bis vor Kurzem arbeitete Sentürk mit offen faschistischen Organisationen. Inzwischen scheint er sich davon distanziert zu haben, was allerdings wenig an seinem reaktionären Staatsverständnis geändert haben dürfte.

Ebenfalls äußerte sich die Kleinstpartei Freie Sachsen mittels eines Beitrags auf Telegram. Dieser ist offensichtlich inhaltlich diffus, sodass eine Beschäftigung damit eigentlich nicht ansatzweise konstruktiv ist. Aufgrund der anderen Reaktionen darauf, sehen wir uns allerdings dazu gezwungen. Besonders wird herausgestellt, dass sie die Friedensinitiative begrüßen würden. Von der vermeintlich antimilitaristische Position lassen wir uns nicht täuschen. Die Freien Sachsen positionieren sich zwar vermeintlich gegen den NATO-Imperialismus, sympathisieren allerdings offen mit anderen imperialistischen Staaten. Die Friedensinitiative der Freien Sachsen ist keine Friedensinitative. Die politische Ideologie der Freien Sachsen ist teils offen faschistisch. Insbesondere die rassistische Weltanschauung und die damit verbundene Vorstellung von Staatsbürgerschaft. Dies ist mit dem Anliegen der Demonstration nicht vereinbar. Wir erwarten nicht, dass Vertreter der Freien Sachsen am 17.1. in irgendeiner Form eine Rolle spielen. Das Beziehen auf deren Beiträge ist vermutlich absolut irrelevant.

Die zionistische Hetzkampagne war zu erwarten und belegt erneut die ideologische Verblendung ihrer Apologeten.
Wir werden uns weder dem Fußvolk des BRD-Imperialismus, noch den Faschisten beugen!

Für ein antifaschistische Connewitz!

Gegen Zionismus, gegen Repression! Freies Palästina heißt Revolution!

 
Internationalistischder Abend, Recap06.01.2026

Plakat für eine Venezuela Veranstaltung des Internationalistischen Abend von 2017(!) – aktueller denn je!

Plakat für eine Venezuela Veranstaltung des Internationalistischen Abend von 2017(!) – aktueller denn je!

Nach der jetzigen militärischen Aktion und Entführung des Präsidenten von Venezuela durch die USA ist der Ankündigungstext von 2017 aktueller denn je:

„Die linke Bewegung und die klassenbewusste Bevölkerung in Venezuela wehrt sich gegen den blutigen Putschversuch der Rechten und gegen die Interventionspläne der Trump-USA. Ziel der bourgeoisen Eliten ist ein Rollback in alte Zeiten, in denen reiche Familienclans (wie u.a. die Capriles) den Staatshaushalt in ihren Händen haben. Denn sie haben Angst vor der gerechten Umverteilung des Vermögens für Sozial- und Gesundheitsprogramme. Und ExxonMobil (US-Firma) will die Öl-Felder zurück.“

„Am Widerstand gegen den rechten Putschversuch beteiligen sich vor allem viele Arbeiter_innen, die Armen aus den populären Barrios und linke Kräfte von alternativ bis kommunistisch. Bei einigen Aktionen der linken Bewegung gegen die Rechten, wie beim Sturm auf die rechte Nationalversammlung am 5. Juli 2017 (Youtube), sind neben kämpferischen autonom-kommunistischen Stadtteilgruppen (u.a. aus dem linken proletarischen Stadtteill von Caracas "23. de Octubre") auch Anarchist_innen und die LGBT-Bewegung beteiligt - trotz teils kritischer Haltung am bolivarianischen Diskurs. Denn eins ist klar: falls sich die neoliberalen Rechten durchsetzen sollten, sieht die Zukunft finster aus für alle Linken.“

(Auszüge aus dem Veranstaltungstext von 2017)