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Die Antideutschen - Von der Kritik des neuen deutschen Nationalbewusstseins zur deutschen Staatsräson - "Antisemitismus" als Kampfbegriff / Vortrag mit anschließender Diskussion am Samstag, den 08.08, im La Casa (Wurzener Str 6, nahe U-Bhf Louis-Lewin-Straße) // offener Antifa Tresen // Open doors: 18 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr //
„Nie wieder Deutschland“ - unter dieser Parole formierte sich Anfang der 1990er Jahre eine linke Strömung, die den erstarkenden deutschen Nationalismus nach der Wiedervereinigung kritisierte. Aus der Ablehnung eines neuen deutschen Selbstbewusstseins entwickelte sich jedoch binnen weniger Jahre eine radikale Umdeutung linker Positionen: Die bedingungslose Solidarität mit Israel wurde zur Staatsräson, die Kritik am deutschen Nationalstaat wich der Verteidigung seiner raison d’état (Staatsräson).
Doch wo hört die notwendige Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus auf und wo beginnt die Instrumentalisierung des Kampfes gegen Antisemitismus für innenpolitische und geopolitische Interessen? Spätestens seit dem 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden Debatten um Israelkritik, Antisemitismusvorwürfe und die Rolle der Bundesregierung beim Genozid in Gaza hat diese Frage eine neue, politische Brisanz erfahren.
Die Veranstaltung widmet sich der kontroversen These, dass der Begriff des Antisemitismus innerhalb der antideutschen Linken nicht nur als analytische Kategorie, sondern zunehmend als Kampfbegriff fungiert um politische Gegner*innen zu diskreditieren, Kritik an israelischer Militärpolitik zu delegitimieren und eine spezifische Form von Staatsloyalität als linke Position zu inszenieren.
Nach der Veranstaltung wird es die Möglichkeit geben den Abend im La Casa gemeinsam ausklingen zu lassen und auch das "New Casa" kennenzulernen.
Es wird eine englische Flüsterübersetzung geben.
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