24.06.2026 (Mi) 13:12 Uhr Carlo vive! Berlin

Aktionsmonat Juli 2026: 25 Jahre Gipfelproteste in Genua – Carlo vive! Erinnern heißt kämpfen!

Aktionsmonat Juli 2026: 25 Jahre Gipfelproteste in Genua – Carlo vive! Erinnern heißt kämpfen!

🖶 Plakat, color, jpg (A3)
🖶 Plakat, black/white, jpg (A3)
🖶 Flyer, PDF, A5 (doppelseitig A4 gefaltet)
🖶 Plakat A3/Stencil, „Never forget Carlo Giuliani!“

Veranstaltungsreihe im Stadtteilladen Zielona Góra (Friedrichshain) und im New Yorck im Bethanien (Kreuzberg)

Am 20. Juli vor 25 Jahren wurde Carlo Giuliani von den Bullen bei den Anti-G8-Gipfelprotesten in Genua (Italien) ermordet, doch wir sagen: Carlo vive! Erinnern heißt kämpfen!

Zeitzeug*innen – Aktivist*innen, die damals am Start waren – werden von ihren Eindrücken und Erfahrungen berichten.

„Was bleibt vom Gipfelsturm?“ ist eine der Fragen, die während der Veranstaltungen gestellt und diskutiert werden wird. Scherzhaft wurde schon gesagt, dass wir das vielleicht schon beim G7 Gipfel in Evian (Schweiz) Mitte Juni 2026 sehen werden — was so eingetreten ist: Es kam zu massiven Straßenschlachten und Zehntausende demonstrierten gegen die Allmachtsphantasien der Herrschenden der imperialistischen Staaten.

Bei den Protesten gegen den EU Gipfel 14. Juni 2001 in Göteborg schossen die Bullen mit scharfer Munition auf Demonstrant*innen, wobei ein Demonstrant lebensgefährlich verletzt wurde und nur knapp überlebte. Einen Monat danach beim G8 Gipfel in Genua Ende Juli 2001 wurde erneut von den Bullen scharf geschossen, diesmal wurde ein Genosse – Carlo Giuliani – ermordet. Das Schießeisen der Bullen saß auch locker in Deutschland, wie z.B. beim G7 Gipfel von Heiligendamm/Rostock 2007 und beim G20 Gipfel in Hamburg 2017, wo die Waffe mehrmals auf Demonstrierende gerichtet wurde.

Doch trotz vieler Traumata von Protestierenden, krasser Repression, vielen Verletzten, jahrelangen Gerichtsprozessen und trotz der massiven Aufrüstung der Bullen gibt es immer wieder Mobilisierungen gegen die Gipfel der Herrschenden. Seit der Zeit des „Summer of resistance 2001“ verschanzen sich diese immer wieder in abgelegenere Regionen und Schutzburgen, denn sie bekommen jedesmal wieder gezeigt, dass sie nicht willkommen sind in der Bevölkerung.

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02. Juli (Donnerstag)

Vernissage: Göteborg — Genua – Summer of resistance 2001. Was bleibt vom Gipfelsturm?
⚲ 19:00 Stadtteilladen Zielona Góra

VERNISSAGE: Eröffnung der Foto- und Plakat-Ausstellung, mit Zeitzeug*innen FILMCLIPS: „This is how we do it in Gothenburg“, Indymedia Schweden, 40min, english
„Genua G8 Gipfel 2001“, KanalB, 30min, deutsch
Die Vernissage der Ausstellung zu Göteborg und Genua ist der Auftakt des Aktionsmonats.

13. Juli (Montag)

“OP Genua 2001 – Öffentliche Sicherheit und Ordnung beim G8-Gipfel in Genua/Italien 2001”
⚲ Anarchistisches Infocafé im New Yorck
19:30 Uhr Essen vegan | 20:00 Uhr Veranstaltung

Der Film dokumentiert die massiven Polizeigewaltexzesse und Vertuschungen während des G8-Gipfels in Genua/Italien 2001 (Dokumentation des Genoa-Legal-Forum, 2007, 42 Min., Sprache: dt. / Polizeifunk it.) Der Mord an Carlo Giuliani, die Razzia in der Diaz-Schule und die Verhaftung und Misshandlung Hunderter Demonstrant*innen war zweifellos ein Höhepunkt der Repression bei Gipfelprotesten.
Nach dem Film berichten uns Aktivistis, die damals vor Ort waren, von ihren Eindrücken und Erfahrungen.

20. Juli (Montag)

Geschichts- und Diskussionsveranstaltung zum 25. Jahrestag des G8-Gipfels in Genua und dem Mordv an Carlo Giuliani.
⚲ 20:00 Anarchist Dinner im New Yorck

Es wird um den Schwarzen Block und die Straßenkämpfe gehen. Außerdem um das kämpferische Gedenken an die Ereignisse, das auch die Bewegung in Berlin über Jahre zu Krawallen motiviert und nachhaltig beeinflusst hat.

24. Juli (Freitag)

Doku: „Gipfelstürmer – die blutigen Tage von Genua“
⚲ 19:00 Internationalistischer Abend im Stadtteilladen Zielona Góra

Nach dem Film (WDR, 44min, 2002) Diskussion mit Aktivist*innen von damals: Was helfen uns diese Erfahrungen heute?

Mit Vokü, danach Solitresen.

Carlo Giuliani Wandbild New Yorck Bethanien - Berlin

 
27.05.2025 (Di) 05:40 Uhr Anarchist Barrio - anarchistbarrio.noblogs.org

AUFRUF: Mach mit im anarchistischen Barrio auf dem Rheinmetall Entwaffnen Camp in Köln 26.08.–31.08.2025

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[english below]

von: Anarchist Barrio – anarchistbarrio.noblogs.org

Anarchist*innen in die Anti-Kriegs-Bewegung! Bringt anarchistische Ideen unter die Leute! Gegen Krieg, gegen Kolonialismus, gegen Ausbeutung, gegen Herrschaft!

Wir rufen zur Teilnahme antiautoritärer, autonomer und anarchistischer Individuen und Gruppen auf dem Rheinmetall Entwaffnen Camp vom 25.08. bis zum 31.08.2025 in Köln auf. Entsprechend unserer Ideen einer freien Gesellschaft schlagen wir Horizontalität und Selbstorganisation vor.

Mit der Angst und der Wut, die der Krieg hervorruft wächst die Opposition gegen Jene, die ihn betreiben. Mit den antagonistischen Ideen wächst das Potential für Widerstand. Dort, im Widerstand, in der Suche nach Möglichkeiten, den Angriffen von Staat und Kapital etwas entgegenzusetzen, ist der Ort der radikalen Bewegung für Befreiung und dort verbreitet sie ihre Ideen der Solidarität, Gleichheit und Freiheit.

Der sichtlich zunehmende Militarismus und die Kriegstreiberei sind kein isoliertes Phänomen oder eine Entartung des Systems. Es ist das wahre Gesicht des Kapitalismus und einer autoritären und patriarchalen Gesellschaft. Es ist der dauerhafte Zustand einer Welt, in der die Ideen von Profit und Ausbeutung es schaffen, das Territorium und das Leben und die Beziehungen bis in die Tiefe zu beherrschen. Während Krieg in vielen Teilen der Welt als grausamer Normalität entgegnet wird, sind andere Teile wie Mitteleuropa jetzt mit einer neuen Realität eines Systems konfrontiert, das seine Maske fast vollständig hat fallen lassen.

Aber sogar diese Maske hat sich oft als brüchig und verwundbar erwiesen, wenn gegen das dahinter liegende System der Unterdrückung und Herrschaft zurückgeschlagen wurde. Kämpfe gegen Gentrifizierung, Umweltzerstörung, Patriarchat, Rassismus, Nationalismus und Kolonialismus haben immer wieder das wahre Gesicht dieses Systems mit seinen Herrschaftsstrukturen, die die Erde und das Leben nur als Quelle der Anhäufung von Kapital sehen und die Krieg gegen alles was ihnen im Weg steht führen, entlarvt.

Gentrifizierung und Umweltzerstörung sind nichts anderes als die systematische Schwächung der Gesellschaft, ihrer Lebensgrundlagen und ihrer Beziehungen mit dem Zweck sie regierbar zu machen. In ihrer Hauptfunktion sind Patriarchat und Rassismus eine System, das die Solidarität untereinander zerstört, indem wir auf Grundlage von Herkunft sowie von biologischen und psychologischen Eigenschaften auseinandergehalten werden. Nationalismus und Kolonialismus sind zutiefst damit verbunden und die notwendige Voraussetzung einer Gesellschaft die andere besetzt, ausbeutet und vernichtet.

Da wir als Anarchist*innen/Autonome immer gegen jede Form der Unterdrückung und Ausbeutung waren und immer gegen sie kämpfen werden, sollten wir Militarismus entgegentreten. Dies nicht, um die eine oder die andere staatliche Gesellschaft in ihrem imperialistischen und chauvinistischen Hype zu mäßigen, sondern um eine radikale Opposition zu sein, die weitere Massenschlächterei und Genozid nach Außen sowie Spaltung, Integration und Auslöschung der Klasse im Inneren untergräbt und sabotiert. In gelebter Solidarität als Betroffene von Inflation, sozialen- und Lohnkürzungen, Zwangsarbeit, Autoritarismus und dessen Technologien, Gentrifizierung, Patriarchat… und in gelebter Solidarität mit jenen, die Imperialismus, Kolonialismus und Genozid in erster Linie in Form von Bomben, Dronen, Panzern, Software und ähnlichem ausgesetzt sind.

Dazu müssen wir keine neuen Wege, Mittel oder Strategien erfinden. In jüngster Vergangenheit wurden dazu wieder genug Vorschläge gemacht. Von der Sabotage an der Kriegsindustrie und der Infrastruktur über das Organisieren von Interventionen und Demonstrationen gegen Veranstaltungen wie den bevorstehenden Veteranentag in Berlin bis hin zum Zerschlagen oder Konfrontieren von öffentlichen Rekrutierunsveranstaltungen oder Offizieren in den Schulen genauso wie von Armeewerbung – jede kleine und große Aktion zählt und wird zu etwas beitragen, das das Potential hat, eine gewaltige Bewegung zu werden – so wie wie wir es viele Male in der Vergangenheit gesehen haben. In Köln werden wir Zeit und Raum haben, uns gegenseitig zu inspirieren, einander Fähigkeiten zu vermitteln, Netzwerke des Widerstandes zu knüpfen oder zu stärken und ganz praktisch einige der schlimmsten Unternehmen anzugehen, die direkt von der Kriegstreiberei und dem Schlachten profitieren.

Der Kampf und die Erinnerung von Generationen von Kämpfer*innen, die für die Sache des Sieges über den Krieg der Diktaturen und Demokratien gegen die Menschen lebten und starben, werden unseren Weg erleuchten und unsere Entschlossenheit stärken.

Auch in Gedenken an sie rufen wir zu einem Treffen der Anarchist*innen und Antiautoritären jeder Couleur in Köln in einem anarchistischen/autonomen Barrio innerhalb des Rheinmetall Entwaffnen Camps auf.

E-MAIL: abarrio@systemli.org
INFOS: https://anarchistbarrio.noblogs.org

 
03.09.2024 (Di) 10:00 Uhr KIEL

⚐ 03.–08. September 2024: Camp & Aktionstage: Kiel entwaffnen – Kriegsindustrie versenken!

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ⓘ Infos: rheinmetallentwaffnen.noblogs.org

Widerstand gegen die neue Normalität von Aufrüstung, tausendfachen Tod, Flucht und Vertreibung ist das Gebot der Gegenwart. Wir werden uns gemeinsam mit vielen hundert Aktivist:innen vom Dienstag, 3. bis Sonntag, 8. September zu einem Aktionscamp in Kiel – einem der Rüstungs- und Militär-Hotspots in Deutschland – versammeln. Dort werden wir gemeinsam mit internationalen Freund:innen und Genoss:innen über Strategien für unseren gemeinsamen Kampf diskutieren und direkte Aktionen gegen Militär und Rüstungsindustrie durchführen.

Lasst uns gemeinsam ein Camp gegen Krieg, Aufrüstung und Abschottung gestalten! Für ein solidarisches Miteinander und eine gemeinsame widerständige Praxis gegen das globale Kriegsregime. Wir sehen uns vom 3. bis 8. September in Kiel.

 
24.07.2024 (Mi) 19:00 Uhr Stadtteilladen Zielona Góra

⏍ Anarchistische Wochen: Filmabend – In Gedenken an Erich und Zenzl Mühsam

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Anarchistische Wochen Berlin – 10.07.–27.07.2024 – Erich und Zenzl Mühsam – 90 Jahre unvergessen!

ⓘ INFO: awochen.noblogs.org

- Filmabend, danach Solitresen -

Donnerstag, 18.7.24 | 19 Uhr Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie „Lust an der Zerstörung (1840–1914)“ (Doku 2013)

Mittwoch 24.7.24 | 19 Uhr Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie „Erinnerung der Besiegten (1911-1945)“ (Doku 2014)

Im Rahmen der A-Wochen zeigen wir euch die zweiteilige Arte-Doku, um einen kleinen Einblick in den Anarchismus zu bekommen und danach beim Tresen und ein paar kühlen Getränken mit euch das Gesehene zu interpretieren und zu bequatschen.

Wir freuen uns auf euch und haben Bock das aus den Wochen und darüber hinaus wieder antiautoritäre Politik Einzug in die Köpfe und den Alltag der Leute hält.

Eine andere Welt ist möglich!
Viva la anarquia! Ⓐ

 
18.07.2024 (Do) 19:00 Uhr Stadtteilladen Zielona Góra

⏍ Anarchistische Wochen: Filmabend – In Gedenken an Erich und Zenzl Mühsam

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Anarchistische Wochen Berlin – 10.07.–27.07.2024 – Erich und Zenzl Mühsam – 90 Jahre unvergessen!

ⓘ INFO: awochen.noblogs.org

- Filmabend, danach Solitresen -

Donnerstag, 18.7.24 | 19 Uhr
Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie „Lust an der Zerstörung (1840–1914)“ (Doku 2013)

Mittwoch 24.7.24 | 19 Uhr
Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie „Erinnerung der Besiegten (1911-1945)“ (Doku 2014)

Im Rahmen der A-Wochen zeigen wir euch die zweiteilige Arte-Doku, um einen kleinen Einblick in den Anarchismus zu bekommen und danach beim Tresen und ein paar kühlen Getränken mit euch das Gesehene zu interpretieren und zu bequatschen.

Wir freuen uns auf euch und haben Bock das aus den Wochen und darüber hinaus wieder antiautoritäre Politik Einzug in die Köpfe und den Alltag der Leute hält.

Eine andere Welt ist möglich!
Viva la anarquia! Ⓐ