11.01.2026 (So) 10:00 Uhr U-Bhf Frankfurter Tor, Friedrichshain

⚐ Liebknecht-Luxemburg-Demo 2026: Hinein in den antikolonialen Palästina-Block!

Auch in diesem Jahr rufen Gruppen wieder zum Palästina-Block in der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration auf.

Das Palästina-solidarische Internationalistische Bündnis Berlin (Inter-Bündnis) betont in ihrem Aufruf zum „Palästina Antikolonial Block“, dass es „Keinen Frieden auf gestohlenem Land“ geben werde und macht auch mobil gegen die Militarisierung und den reaktionären Staatsumbau in Deutschland. (Aufruf des „Inter-Bündnis“ siehe unten)

Das Vereinigte Palästinensische Nationalkomitee ruft ebenfalls zum Palästinensischen Block auf und betont „Wir gehen auf die Straße – klar und unmißverständlich: Kein Kolonalismus. Keine Besatzung. Kein Schweigen zu den Verbrechen gegen Palästina“.

In den letzten Jahren gab es immer wieder sehr brutale Bullenangriffe auf den Palästina-Block in der LL-Demo, mit dem Versuch diesen zu zerschlagen. Jedoch solidarisierten sich zahlreiche Gruppen, Organisationen und Blöcke der Demo mit den Angegriffenen und verteidigten gemeinsam den Palästina-Block gegen die Schergen des Staates.

Auch in diesem Jahr des Gedenkens an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind alle Genoss*innen der verschiedenen Blöcke dazu aufgerufen, solidarisch zusammenzustehen gegen jeden Versuch des Angriffs auf den Palästina-Block!

Rosa und Karl, Sprecher*innen und Aktivist*innen der damaligen Kommunistischen Partei in Deutschland, wurden am 15. Januar 1919 von rechten Freikorps (Paramilitärische Verbände) mit Billigung der damaligen SPD-Regierung ermordet. Seitdem gibt es rund um den Jahrestag der Ermordung, mit Unterbrechung im Faschismus, Kundgebungen und Demonstrationen zur Gedenkstätte im Friedrhof Berlin-Friedrichsfelde.

In den 1990er Jahren, nach der Annektion der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), mobilisierten auch Autonome Kommunist*innen, Anarchist*innen und Antifaschistische Gruppen zu großen autonomen antifaschistischen/internationalistischen Blöcken in der Demonstration – immer auch mit antikolonialen Inhalten und Teilnehmenden aus anderen Städten und Ländern.

Nach der Spaltung antifaschistischer Gruppen Ende der 90er Jahre, woraus sich organisierte sogenannte „antideutsche“ Gruppen (Pro-Israel, teils auch Pro-USA) konsolidierten, setzten Autonome Kommunist*innen und Anarchist*innen, sowie weitere Gruppen der autonomen Bewegung und kommunistische Antifaschist*innen, auch in Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen, die Mobilisierung zu großen autonomen und internationalistischen Blöcken in der Luxembug-Liebknecht Demonstration bis in den 2020er Jahren fort. Hin- und wieder planten in diesen Jahren „antideutsche“ zionistische Gruppen Störaktionen gegen den autonomen internationalistischen Block – unter anderem auch wegen der Teilnahme von Genoss*innen der palästinensischen Organisierung – was aber wegen der hohen und soliden solidarischen Beteiligung in den autonomen Blöcken nie erfolgreich war.

Hoch die Internationale Solidarität! Nieder mit dem Kolonialismus, nieder mit dem Imperialismus!


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AUFRUF DES INTER-BÜNDNIS ZUM „PAlÄSTINA ANTIKOLONIAL“-BLOCK AUF DER LLL-DEMO 2026

Internationalistisches Bündnis Berlin - Website: https://interbuendnis-berlin.com/de/home

Während die zionistische Besatzungsmacht die massive Vertreibung der Palästinenser in der Westbank beschleunigt vorantreibt und ihre Blockade und Angriffe im Gazastreifen täglich Menschenleben fordern, erklärt,,der Westen“ diese Situation kurzerhand als Frieden.

Die Bundesregierung hebt ihren ohnehin nur symbolischen Genehmigungsstopp auf und liefert weiter Waffen.

Der Völkermord soll vergessen gemacht und Kriegsverbrecher rehabilitiert werden.

Wir wissen aber: Es wird keinen Frieden auf gestohlenem Land geben.

Der Widerstand des palästinensischen Volkes hat sich an die Spitze weltweiter Kämpfe gegen imperialistische Kriegspolitik und neokoloniale Unterdrückung gestellt.

Weltweit ist die Verbundenheit mit dem Widerstand in Palästina erwacht.

Zugleich rüsten die Dirigenten und Komplizen des Genozids im Eiltempo für Krieg und ersetzen demokratische Rechte zunehmend durch die Mittel von Zensur und Schlagstock.

Wir stehen ungebrochen an der Seite des gerechten Kampfes für die Freiheit Palästinas.

Und gerade deshalb stehen wir gegen die Militarisierung und den reaktionären Staatsumbau in Deutschland.

DIE TOTEN MAHNEN UNS

Hoch die internationale Solidarität!

11.01.2026 (So) 13:00 Uhr Stadtteilladen Zielona Góra, Grünberger_Str.73, Berlin-Friedrichshain

◎ Vokü-Extra nach der LL-Demo

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Anlässlich der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration gibt es wie jedes Jahr ab 13:00 eine Vokü Extra (alles vegan oder vegetarisch) mit Kaffee, Tee, Kuchen + eine warme Mahlzeit im Stadtteilladen Zielona Góra in Friedrichshain (am Boxhagener Platz).

Gegen Krieg und Krise! Für Frieden und Solidarität! Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden am 15. Januar 1919 von rechten Freikorps mit Billigung der Noskes und Scheidemänner in Berlin ermordet. Ihr Todestag jährt sich zum 106. Mal. Ihr Kampf nimmt uns in die Pflicht, gegen Krieg und Aufrüstung, gegen Ausbeutung und soziale Verelendung aufzustehen.“

11.01.2026 Liebknecht-Luxemburg-Demonstration
10:00 FRANKFURTER TOR , Fhain — zur Gedenkstätte der Sozialist:innen in Friedrichsfelde, wo Rosa und Karl begraben sind.

11.01.2026 (So) 16:00 Uhr SO36, Oranienstraße 190, Berlin-Kreuzberg

✺ Gedenken an Devran am 11.01.2026 im SO36/Berlin

„Wir gedenken Devran (Fatma), du warst kämpfend, interessiert, liebevoll, aufmerksam, gebrochen ungebrochen und wir begreifen nicht, dass du warst. Du wirs immer mit uns sein.“

Am Sonntag 11. Januar ab 16 Uhr (ab 15 Uhr für Flinta) wollen wir im SO36 unserer Freundin und Gefährtin Devran (Fatma) gedenken. Wir laden euch herzlich ein und wer möchte, kann sich gerne mit einem persönlichen Beitrag beteiligen. Wenn ihr etwas beitragen wollt, schreibt gerne an gedenken_an_devran@proton.me. Es wird Essen, Musik, Fotos und Beiträge zu Devran geben.

Devran hatte selbst zu Ihrer Geschichte und Ihren Kämpfen einen Text veröffentlicht: https://kontrapolis.info/16708/

Ihre Tochter hat einen Nachruf verfasst: https://kontrapolis.info/17154/

Hier ein weiterer Nachruf: https://lotzerswelt.noblogs.org/post/2025/12/13/fuer-fatma/

Devran, du lebst in unseren Kämpfen weiter!

*english

“We remember Devran (Fatma), you were a fighter, interested, loving, attentive, broken but unbroken, and we cannot comprehend that you are gone. You will always be with us.”

On Sunday, January 11, starting at 4 p.m. (3 p.m. for Flinta), we want to remember our friend and comrade Devran (Fatma) at SO36. We cordially invite you to come and also participate with personal contributions, if you feel like it. If you would like to contribute something, please write to gedenken_an_devran@proton.me. There will be food, music, photos, and contributions about Devran.

Devran herself published a text about her story and her struggles: https://kontrapolis.info/16708/

Her daughter has written an obituary: https://kontrapolis.info/17154/

Here is another obituary: https://lotzerswelt.noblogs.org/post/2025/12/13/fuer-fatma/

Devran, you live on in our struggles!

17.01.2026 (Sa) 13:00 Uhr 13:00 Connewitzer Kreuz, Leipzig-Connewitz

⚐ Anarchist*innen und Autonome: Auf zur Demo „Antifa means free Palestine” am 17.01.2026 in Leipzig/Connewitz!

17.01.2026 Demonstration „Antifa means free Palestine”
13:00 Connewitzer Kreuz, Leipzig-Connewitz

Wir rufen auf zur Beteiligung anarchistischer, autonomer und antifaschistischer Gruppen in der Demonstration, ab 13:00 Uhr Connewitzer Kreuz. Lasst uns alle gemeinsam die Mobilisierung zur Demo in Leipzig/Connewitz maximal verbreiten, mit Mobi im Internet und auch auf der Straße, mit Plakaten, Graffiti und Mob-Pictures. Seien wir kreativ! Erkundigt euch nach gemeinsamen Fahrtmöglichkeiten aus euren Städten und Regionen oder bildet selbst Fahrtgemeinschaften.

Wir unterstützen den Aufruf der antifaschistischen Gruppe „Lotta Antifascista” aus Connewitz sowie die Aufrufe von Gruppen der Palästina-Solidarität und von feministischen Gruppen (Instagram-Link) aus Leipzig zur Demo „Antifa means free Palestine” in Connewitz.

Im Namen der deutschen Staatsräson werden Waffenlieferungen an Israel und die Leugnung des weiterhin andauernden Genozids an der palästinensischen Bevölkerung mittels massiver Hetze und brutaler Repression gegen jeden Protest hierzulande durchgesetzt. Trotzdem geht der massenhafte und solidarische Widerstand auf den Straßen weiter. Und die brutalen Prügelorgien sowie willkürlichen Festnahmen durch die Staatsbüttel bei zahlreichen Demos und bei friedlichen Aktionen haben darüber hinaus vielen vor Augen geführt, dass oft nur militante Aktionen etwas zu bewirken scheinen. Wie zum Beispiel der kürzlich erfolgte Rückzug der deutschen Allianz-Versicherung von der Versicherung der israelischen Waffenfirma Elbit Systems.

Auch in Leipzig gibt es, wie überall weltweit, zahlreiche Demonstrationen und Aktionen gegen den andauernden Genozid und gegen die Komplizenschaft der deutschen Eliten. Am „Marsch zum Flughafen Leipzig” am 23. August 2025 beteiligten sich 1000 Personen, um am neben Frankfurt am Main wichtigsten Flughafen Deutschlands die zuvor offengelegten Waffenlieferungen nach Israel anzuprangern. „Neben der Bundeswehr nutzen ihn auch deutsche Rüstungsfirmen und NATO-Streitkräfte.” Gegen die 15km lange und erfolgreiche Demo, die gemeinsam von Beschäftigten des Flughafens und verschiedenen Gruppen der linken Bewegung durchgeführt wurde, versuchten sog. „Antideutsche” und Rassist:innen zum Teil zu intervenieren.

Gegen den Widerstand von unten setzen imperialistische und chauvinistische Staaten nämlich nicht nur auf ihre brachialen eigenen Repressionsmethoden, sondern auch auf Zersetzung von innen. Zum Beispiel, indem sie Nazis, Querfront und ultradeutsche Zionist*innen, die die linke Bewegung stören oder angreifen, in unseren Stadtteilen schützen oder fördern. Gerne benutzen die Herrschenden und ihre Speichellecker*innen dazu derzeit die Hassrede vom „Schutz des Abendlandes gegen die Barbaren” – also rassistische, wie unter anderem anti-muslimische oder anti-arabische, Stimmungsmache. Damit einher geht auch die kriegerische Mobilmachung für einen „wehrhaften Westen”, wie Aufrüstung und die gerade eingeführte Wehrpflicht.

Wie bei Bundeskanzler Friedrich Merz ist bei ultradeutschen zionistischen Gruppen, die sich in der Vergangenheit immer wieder als „wahre Antifa” bezeichneten, auch schon lange die sogenannte „Brandmauer” gefallen. Sie reden offen über die Eliminierung von Palästinenser*innen „für den Schutz des Westens”. Sie propagieren den imperialistischen Krieg als kleineres Übel. Sie rechtfertigen jeden Rassismus mit angeblichen westlichen Werten. Oder sprechen sich offen für Repression durch die Bullen gegen linke Demos aus.

In der ultradeutschen Party-Location „Conne Island” in Connewitz, die international von immer mehr Künstler*innen unter anderem wegen ihrer Unterstützung der israelischen Armee boykottiert wird, gab es diverse dubiose Veranstaltungen. Wie unter anderem die, bei der ein Referent im Rahmen der Veranstaltungsreihe „70 Jahre Israel” eingeladen war, der die Nazi-Partei AfD wegen ihrer Aktionen gegen arabische Migrant*innen mit dem Ausspruch lobte, „die AfD erscheine angesichts des »herrschenden Linkskartells« immer wieder »als einzige Stimme der Restvernunft im Deutschen Bundestag«”.

Wir sagen: Faschist*innen, Rassist*innen, Ultradeutsche (sog. „Antideutsche”) und Querfront mit ihren Angriffen auf Migrant*innen, Queers, Feminist*innen und insbesondere auf emanzipatorische, antifaschistische und pro-palästinensische Strukturen haben in Connewitz nichts zu suchen!

Wir solidarisieren uns explizit mit allen verfolgten Antifaschist*innen und dem andauernden antifaschistischen Widerstand, mit den von rassistischen Angriffen bedrohten Menschen & Strukturen sowie dem migrantischen Widerstand, und mit der palästinensischen und palästinasolidarischen Bewegung in Connewitz, Leipzig und weltweit!

Lasst uns daher alle gemeinsam auf die Straße gehen, für ein antifaschistisches und antirassistisches Connewitz und für die Freiheit von Palästina!

Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus! Free all Antifas – Free Palestine!

Anarchistische und Autonome Gruppen

23.01.2026 (Fr) 16:00 Uhr Stadtteilladen Zielona Góra, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain

⏍ Soli-dinner for Gaza #3 by Full Spoon Collective

Third edition of our soli lasagna dinner for Gaza – come to support, all incomes will go to soup kitchen projects in Gaza.

— deutsch siehe unten —

From 16:00 photo exhibition on Gaza by Tom Lewendon

17:15 testimonies from the West Bank with Urraca

18:00 projection of the short film “Kites still fly” by Tom Lewendon and discussion with the author

19:00 Jose Nivoi: on the dockers' fight against the arms trade and the new flotilla mission

From 20:00 delicious vegan homemade lasagna dinner, soli-drinks and 60s-80s italian dj set by Miss Borgia.

Full Spoon Collective

———deutsch———

SOLI-DINNER FÜR GAZA #3

Dritte Runde unseres Soli-Lasagne-Dinners für Gaza – kommt vorbei und unterstützt uns – alle Einnahmen gehen an Suppenküchenprojekte in Gaza.

Euch erwartet:

Ab 16:00 Fotoausstellung über Gaza von Tom Lewendon

17:15 Uhr Erfahrungsberichte aus dem Westjordanland mit Urraca

18:00 Uhr Vorführung des Kurzfilms „Kites Still Fly“ von Tom Lewendon und Gespräch mit dem Autor

19:00 Uhr Jose Nivoi: über den Kampf der Hafenarbeiter gegen den Waffenhandel und die neue Flottillenmission

Ab 20:00 köstliches veganes, hausgemachtes Lasagne-Dinner, Soli-Getränke und italienisches DJ-Set (60er–80er Jahre) von Miss Borgia.

Full Spoon Collective



Randomn Poster / Foto: 2016

randomn foto / poster