22.11.2025 (Sa) 19:30 Uhr Stadtteilladen Zielona Góra, Grünberger Str. 73, Berlin-Fain

♫ ANTIFA AFTER HOUR „Kein Vergeben – Kein Vergessen“

♫ ANTIFA AFTER HOUR „Kein Vergeben – Kein Vergessen“

>> Soli-Abend nach der Demo

🗓️ Sa. 22.11.2025
🕢 19:30 Uhr
📍 Stadtteilladen Zielona Góra, Grünberger Str.73, Berlin-Friedrichshain

Am Samstag 22.11. alle zur Antifa Demo in Lichtenberg:
14:00 Uhr Auftaktkundgebung mit Konzert am Bahnhof Lichtenberg (Weitlingstraße)!

Nach der Demo ab 19:30 Uhr Antifa After Hour Soli-Abend im Stadtteilladen Zielona Góra in Friedrichshain. In Gedenken an Silvio Meier und allen anderen von Faschisten ermordeten Genoss*innen und Freund*innen! Freiheit und Glück für alle vom Staat verfolgten Antifaschist*innen!

ℹ️ INFOS Web: https://keinvergebenkeinvergessen.noblogs.org
Insta: https://www.instagram.com/keinvergeben_keinvergessen

 
22.11.2025 (Sa) 14:00 Uhr Bahnhof Lichtenberg - Vorplatz, 10317 Berlin

⚐ Antifa-Demo in Lichtenberg: „Kein Vergeben – Kein Vergessen“

⚐ Antifa-Demo in Lichtenberg: „Kein Vergeben – Kein Vergessen“

Gegen Nazitreffpunkte, Rassismus und soziale Ausgrenzung! In Gedenken an alle Opfer rechter Gewalt. KEIN VERGEBEN – den Nazis und Rassisten! KEIN VERGESSEN – der Opfer rechter Gewalt!

14:00 Konzert Vorplatz Bahnhof Lichtenberg: PTK, Sechser (Teuterecords), Kalaszniko, t.b.a.  

15:30 Demo-Beginn

Infos unter:
• https://keinvergebenkeinvergessen.noblogs.org
• https://www.instagram.com/keinvergeben_keinvergessen
• https://berlin.niemandistvergessen.net

Solidarisch bleiben:

Wir wünschen uns am 22. November eine Demonstration, auf der sich möglichst viele Menschen zu Hause fühlen. Darum bitten wir euch: Achtet auf einander. Für Sexismus, Antisemitismus, Trans- oder Queerfeindlichkeit ist bei uns kein Platz.
Parteien und Organisationen die Abschiebungen, Aufrüstung und Genozid aktiv unterstützen, sind samt ihrer Fahnen und Banner klar unerwünscht.
Kommt nüchtern, gefährdet keine anderen Demoteilnehmer*innen und sorgt dafür, dass euch rechte Fotografen und Streamer nicht abbilden können.

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AUFRUF zum Antifa-Aktionswochenende „Kein Vergeben! Kein Vergessen!“ in Berlin 21.–23.11.2025

Kein Vergeben – den Nazis und Rassisten!
Kein Vergessen – der Opfer rechter Gewalt!

Fr. 21. November: Silvio Meier – Mahnwache
18:00 Uhr | Silvio-Meier-Straße
Live: Pyro One

Sa. 22. November: Antifaschistische Demo in Lichternberg
Bahnhof Lichtenberg
14:00 Uhr | Konzert: mit PTK & Sechser, Nausika, Flaiz, Kalaszniko
15:30 Uhr | Demobeginn

So. 23. November: Fahrt zum Gedenken in Mölln
11:30 Uhr | U-Bahnhof Südstern
Abfahrt 12:00 Uhr, Parkplatz Züllichauerstraße (https://soli-bus.org)

Am 21. November jährt sich der Todestag von Silvio Meier zum 33. mal. Gleichermaßen jährt sich der rassistische Brandanschlag im Schleswig-Holsteinischen Mölln zum 33. Mal, welcher Ayşe Yilmaz, Bahide Arslan und Yeliz Arslan das Leben kostete.
Ihnen und allen anderen Opfern rechter Gewalt wollen wir gedenken. Gleichzeitig wollen wir rechte Strukturen und Treffpunkte offenlegen, um die potentiellen um die potentiellen Täter*innen von Morgen in ihrem Handeln einzuschränken. Kommt mit uns auf die Straße und zu den Veranstaltungen im Vorfeld des Wochenendes. Niemand ist vergessen!

Rechte Gewalt wieder auf hohem Niveau

Die AfD-Wahlergebnisse und der Überbietungswettbewerb der regierenden Parteien, darum wer am effektivsten abschiebt, sorgt bei Faschos gerade für reichlich Oberwasser. Die Kinder-Neonazis im 90er-Glatzen-Look, der rassistische Ü50-Nachbar oder die Polizistin, die gerade Hitler-Bildchen in der Whatsapp-Gruppe mit Kolleg*innen teilt – das aktuelle rechte Klima bestärkt sie in der vermeintlichen Richtigkeit ihrer Menschenfeindlichkeit. Das Resultat ist deutlich spürbar. Neben dem Anstieg rechter Propaganda in Berlin, explodiert die Zahl rechter Übergriffe und Bedrohungen förmlich.

Mit insgesamt 476 gemeldeten rechten Vorfällen haben sich beispielsweise im Bezirk Lichtenberg die Vorfälle im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. 56 davon waren Bedrohungen oder Übergriffe.

Ende Dezember 2024 kam es zu einem versuchten Brandanschlag in Hohenschönhausen, bei dem der Mieter eines Hochhauses in der Zingsterstraße einen Benzinkanister vor der Wohnungstür einer migrantischen Familie entleerte. Drei Monate später kam es in Hohenschönhausen zu einem weiteren Vorfall. 15 Neonazis passten einen 15-jährigen Schüler vor seiner Wohnung ab und jagten ihn durch Hohenschönhausen. Nicht mal eine Woche später wurde in Lichtenberg ein 9-jähriger Junge von zwei anderen Jungen rassistisch beleidigt, bespuckt und angegriffen. Im Mai wurde ein 18-jähriges Linkspartei-Mitglied in Rummelsburg ins Krankenhaus geprügelt. Mitte Juni wurden drei 12-Jährige in Neu-Hohenschönhausen von einer Unbekannten rassistisch beleidigt. Die Täterin folgte einem der Mädchen bis in den Hausflur eines Hochhauses, packte sie am Arm und schüttelt sie so sehr, dass ihr Kopf mehrmals gegen die Wand knallte.

REWE – Rassismus am Roedernplatz

Ein weiterer, wirklich brutaler Angriff ereignete sich im August 2025 in der REWE-Markt-Filiale am Roedernplatz. Eine Vietnamesin, die mit ihren beiden Kindern und ihrer Schwester am Einkaufen war, wurde von einem REWE-Mitarbeiter als “Assis” beschimpft. „Ihr macht die Waren immer kaputt und rennt dann weg.“, brüllte er. Der Grund? Der Frau war ihr Warenkorb aus der Hand gefallen. Danach erteilte er der Familie Hausverbot. Überfordert von der Situation ging sie mit ihren zwei Kindern an den Händen zur Kasse, wo ihr in dem Tumult der Korb erneut herunterfiel. Daraufhin schlug der REWE-Mitarbeiter sie mit der flachen Hand ins Gesicht, so dass die Frau zu Boden ging. Er packte sie an den Haaren und schleuderte sie über den Boden. Während die Frau benommen da lag, lachte er und machte sich über sie lustig. Obwohl die Situation nicht zu übersehen und zu überhören war, taten die anderen Mitarbeiter*innen indes nichts, lachten und schoben weiter Waren über das Band. Eine REWE-Mitarbeiterin kam lediglich, um die Schwester der Betroffenen aufzufordern „Platz [zu] machen für andere Kunden“. Nachdem die Tageszeitung TAZ den Vorfall öffentlich machte, teilten Menschen aus der vietnamesischen Community u.a. in Onlineforen ähnliche Erfahrungen von abwertendem Verhalten, das sie in diesem REWE-Markt erlebt hatten. Wie die Betroffene des Angriffs, stuften auch sie dies als rassistisch ein. Aus dem Sommer 2024 ist uns zudem ein weiterer Fall bekannt, bei dem eine Mitarbeiterin des REWE-Backshops eine migrantische Familie beleidigte und abwertend behandelte. Auf die schriftliche Beschwerde einer Augenzeugin hin, spielte die Marktleiterin den Vorfall herunter. Dies sind keine Einzelfälle. Dieser Laden hat ein Rassismusproblem und das schon länger.

Rechte Morde in Lichtenberg

Ob auf der Arbeit oder anderswo: Wo Menschenfeindlichkeit sich ohne Widerspruch festsetzen kann, wird sie normalisiert und führt schlussendlich auch zu rechten Sprüchen, zu Angriffen und im schlimmsten Fall bis zum Tod von Menschen. So starb Eugeniu Botnari (34) vor neun Jahren – totgeschlagen durch den Leiter des EDEKA-Marktes am S-Bahnhof Lichtenberg. Hass auf Migrantinnen und Arme gehört(e) in diesem Supermarkt zur Teamkultur. Von vielen geteilt und akzeptiert und vom Leiter des Ladens gewaltsam ausgelebt. Alle wussten davon. Hätte auch nur einer der Mitarbeiter*innen diese Zustände öffentlich gemacht, wäre Eugeniu Botnari heute wohlmöglich noch am Leben. Es gehörte zur eingespielten Praxis des Marktes, dass (vorwiegend migrantische und obdachlose) Ladendiebe in einen Nebenraum gebracht wurden. Hier hatte der Marktbetreiber ein paar Quarzsandhandschuhe bereitliegen, mit denen er die ihm gebrachten Menschen zusammenschlug und schließlich aus dem Hinterausgang des Marktes warf. Wohlwissend, dass diese Menschen aufgrund ihres Status und des Vorwurfes des Diebstahls bei der Polizei keine Anzeige stellen würden. Eugeniu Botnari überlebte diesen Gewaltexzess nicht. Aufgrund seiner prekären Lebensverhältnisse verfügte er über keine Krankenversicherung, weshalb ihn keine Arztpraxis nach dem Angriff behandelte. Drei Tage nach dem Angriff starb er am 20. September 2016 an dessen Folgen. Die Gewalt die Eugeniu Botnari erfahren hat, muss in einem Zusammenhang mit der lokalen Situation rund um den S-Bahnhof Lichtenberg betrachtet werden. Obdachlosigkeit und Armut sind hier dauerpräsent und greifen ineinander mit Rassismus und Schikanen durch die örtlich dauerpräsente Polizei. Statt Housing first-Programme und günstigen Wohnraum auf den Weg zu bringen, wird das Obdachlosencamp am Bahnhof regelmäßig geräumt, ohne wirkliche alternative Möglichkeiten anderer Schlafplätze für die Betroffenen.

Eugeniu Botnari ist nicht das einzige Opfer rechter Gewalt im Stadtteil. Am 11. Dezember 1990 wird der damals 24-jährige Klaus-Dieter Reichert Opfer eines brutalen Angriffs durch drei Neonazis und springt in Panik aus dem 10. Stock in den tiefen Abgrund und stirbt. Auch Kurt Schneider stirbt in Folge eines Neonaziangriffs. Am 6. Oktober 1999 war eine vierköpfige Gruppe Neonazis in Lichtenberg unterwegs auf Sauftour. Eines ihrer Opfer ist Kurt Schneider (38). Sie schlugen ihn zusammen und ließen ihn im ehemaligen Urnenhain am Hoenerweg liegen. Später kamen sie zurück und erstachen Kurt Schneider. Einer der Mörder gab an bei der NPD organisiert zu sein. Der Haupttäter, in dessen Wohnung die Polizei ein “Hammerskin”-Shirt fand, gehörte zum Umfeld der Kameradschaft Spreewacht. Aus dem selben Milieu rechter subkultureller Gruppen kamen auch die Mörder von Beate Fischer: Rechte Skins und Fußballfans aus Lichtenberg. Die Mordnacht am 23. Juli 1997, die in Reinickendorf endete, nahm auch hier am S-Bahnhof Lichtenberg ihren Anfang, wo die Neonazis auf Beate Fischer trafen.

Sturgis – Wohnzimmer der Berliner Neonaziszene

Die Neonaziskinhead-Szene der 90er und 00er Jahre, die für viele Gewaltaten und Morde verantwortlich war, hat Lichtenberg nachhaltig geprägt. Auch, wenn der Bezirk nicht mehr der Nummer-eins-Wohlfühlkiez für Faschisten ist, so zeigt sich dennoch, wie die einseitige Dominanz dieser Szene im Stadtteil nachwirkt. Gerade in Lichtenberg sind immer noch viele Mitglieder von Rechtsrockbands, von der Bruderschaft “Vandalen” oder den “Hammerskins”. Einer von ihnen ist der Hammerskin Norman Zühlke, der am 5. September 1992 den Künstler und Antifaschisten Günther Schwannecke erstach. Dieses Klientel profitiert im allgemeinen sehr davon, dass viele Augen auf die AfD gerichtet sind und sie dadurch ihren Geschäften ungestört nachgehen und die Szene über rechtes Subkultur-Business mit Geld versorgen können. Ein Ort, an dem sich diese Leute auch heute immer noch die Klinke in die Hand geben, ist die Kneipe Sturgis (Margaretenstraße 21). Die Betreiberin des Sturgis ist Teil der Kameradschaft Spreewacht, die über zwei Jahrzente in Lichtenberg ein eigenes Clubhaus als auch die Neonaziband “Legion of Thor” betrieb. Kurt Schneiders Mörder gehörte zum engen Umfeld der Gruppe. Das Sturgis füllt nach dem Wegbruch mehrerer Neonazi-Locations eine Lücke. Es ist einer der wenigen Orte, wo Neonazis verschiedener Spektren zusammen kommen. Nach rechten Aufmärschen oder Treffen in der “Heimat”-Parteizentrale kehren hier regelmäßig Neonazis ein. Seit Sommer 2025 dockt die junge Neonazibewegung, die seit letztem Jahr erstarkt ist, zusehends im Sturgis an. “Deutsche Jugend voran” (DJV) oder “Berliner Jugendaktion” sind hier jetzt regelmäßiger anzutreffen. Nicht nur die Anbindung der DJV an die “Heimat” und ihre Infrastruktur, sondern auch der Kontakt zu militanten Alt-Neonazis, die im Sturgis verkehren, verstärkt die Gefahr die von diesen Jung-Neonazis ausgeht.

Rechtsoffenheit vor und hinterm Tresen

Wo sich eine Kneipe wie das Sturgis nunmehr 19 Jahren im Kiez halten und auf lokale Stammkundschaft bauen kann, ist die Offenheit für rechtes Publikum in anderen Kneipen im Viertel wenig verwunderlich. So veranstaltet die Gaststätte “Alibi” in der Archenholdstraße 36 immer im muslimischen Fastenmonat ein Entenbratenessen unter dem Motto “Weihnachten statt Ramadan”. Das Ganze auch noch öffentlich auf der Werbetafel des Lokals angekündigt, mit dem Zusatz “Das ist KEIN Rassimus oder Fremdenhass.”.

So richtig “unpolitisch” gibt sich auch das Publikum der Kneipe “Heinzelmännchen” in der Leopoldstraße 27. Mindestens seit Frühjahr 2025 treffen sich hier (vorwiegend ältere) Skinheads, die zwar auf “unpolitisch” machen aber kein Problem damit haben, dass ihre Leute beim gemeinsamen Besäufnis Shirts von Nazibands wie “Kampfzone” tragen. Auch ein Gruppenfoto vorm Heinzelmännchen mit einem Mitglied der Rechtsrock-Band “Selbststeller” – alles kein Problem. Allgemein ist Rassismus in Tresengesprächen bei anderen Gästen der Kneipe völlig normaler Alltagsbetrieb. In der “Bierstube Freiaplatz” (Rüdigerstraße 43) geht die Toleranz gegenüber Rechten sogar so weit, dass bekannte “Hammerskins” hier seit Jahren ein und aus gehen.

Lichtenberg von links

Jeder im Kiez sollte sich entscheiden ob ersie sein Geld bei Wirten lassen möchte, die sich mit der Bewirtung von Rechten die Taschen voll machen. Lasst uns zusammen über die rechten Kneipen im Kiez informieren und zusammen dafür sorgen, dass Lichtenberg für sie zur Servicewüste für Faschos wird. Es gibt keinen zwingenden Grund in solche Läden zu gehen. Im Gegenteil auch in Lichtenberg gibt es mittlerweile viele Orte, wo nach dem Feierabend entspannt was getrunken werden kann, ohne sich dumme Nazisprüche geben zu müssen. Denn bei aller Gefahr, die von den Rechten hier im Bezirk ausgeht, sind wir von Verhältnissen wie in den 90er und 00er Jahren meilenweit entfernt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat in Lichtenberg viel fortschrittliche Arbeit und Organisierung stattgefunden: Eine entwickelte Zivilgesellschaft, Haus- und Wohnprojekte, linke Stadtteilläden, Gedenken an die Opfer des Faschismus und Stadteilarbeit, die sich gegen steigende Mieten und Wohungskonzerne stark macht. Das Verschwinden einschlägiger Neonazi-Treffpunkte gehört auch zu den antifaschistischen Erfolgen im Bezirk, wie auch die Benennung des Lichtenberger Bahnhofsvorplatzes nach Eugeniu Botnari – gegen alle Widerstände von FDP und Klatschpresse, die sich gegen ein Erinnern an Botnari stellten. All dies ist nicht vom Himmel gefallen und wurde von verschiedenen Menschen und Gruppen auf den Weg gebracht. Wir grüßen an dieser Stelle ALLE, die über viele Jahre ihr Herzblut in diese Prozesse gesteckt haben. Es zeigt, dass im Osten der Stadt politisch mehr drin ist, als nur “gegen Nazis”.

Verbindet die Kämpfe:
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Lasst uns die verschiedenen sozialen Kämpfe mit dem antifaschistischen Kampf verbinden. Ohne sie stünde der Antifaschismus allein da und würde in einer Sackgasse verenden – als Hilfspolizei für einen Staat, der nicht Willens ist sich um seine eigene Nazibrut zu kümmern.
Dementsprechend ist es uns wichtig am 22. November auch die Verantwortlichen für soziale Ausgrenzung, Aufrüstung und autoritären Umbau der Gesellschaft offen zu benennen. Mit dem Behörden Spiegel-Gruppe sitzt beispielsweise mitten im Kaskelkiez (Kaskelstr. 41) eine der zentralen Lobbyorganisationen in Sachen Überwachung und Militarismus. Jährlich im Mai organisiert der Behördenspiegel den europäischen Polizeikongress und am 18. und 19. November die “Berlin Security Conference” (BSC) am S-Bhf. Landsberger Allee – eine Waffenmesse mit hochrangigen NATO-Militärs und Politikern aus der EU. Unterstützt durch eine Vielzahl von Rüstungsunternehmen. In diesem Jahr unter präsentiert u.a. von Elbit Systems, Diel und FDP-Waffenlobbyistin Agnes Strack Zimmermann.

Der alte, neue Militarismus steht nicht losgelöst von der Ideologie der Faschisten. Korpsgeist, Unterwerfung, Nationalismus und die Ausweitung des deutschen Einflusses in der Welt sind ihre gemeinsamen Schnittmengen. Neu ist hingegen das Ausmaß, in dem sich viele (“links”) Liberale an der Kriegstüchtigkeitmachung Deutschlands beteiligen. Ihre Argumentation für mehr Diversität in der Bundeswehr, also mehr Queers und FLINTA’s im Heer, ist letzen Endes auch nur das Werben um neues Kanonenfutter. Aber die Herrschenden werden es nicht sein, die ihre Kinder in den Krieg schicken. Das sagen sie sogar unverholen in Talkshows, selbst wenn sie selber die Kriegstrommel am lautesten schlagen. Wer profitiert davon, wenn die Armen wieder die Leichen liefern. Wer profitiert am Ende, wenn Deutschland Waffen für Genozid, Besatzung und Bürgerkrieg liefert? Es sind die selben Rüstungsunternehmen deren Firmenvermögen vielfach auf ihren Waffengeschäften mit den Nazis und der Ausbeutung von Zwangsarbeiter*innen fußt. Allein 2024 erzielte Rheinmetall einen Jahresumsatz von 9,751 Milliarden. Dass entspricht einer Gewinnsteigerung von 35,86 %. Für dieses Jahr erwartet der Konzern nochmal eine Gewinnsteigerung auf 12 Milliarden Euro. Damals wie heute basieren die Gewinne dieser Unternehmen auf der Vernichtung menschlicher Leben.

Die Losung “Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.” hat auch heute nichts von ihrer Gültigkeit verloren.

Am 21. und 22. November laden wir euch dazu ein, sich mit uns zusammen die Straße zu nehmen. Im Gedenken an alle Menschen, denen in Berlin oder anderswo ihr Leben genommen wurde. Am 23. November laden wir euch ein, zusammen nach Mölln zu fahren, um die Familien zu unterstützen, denen 1992 ihre Liebsten genommen wurden.

Auf die Straße für ein Leben in Würde. Für eine solidarische und klassenlose Gesellschaft, in der niemand Angst haben muss durch Wohnungslosigkeit und Hunger, Femizide, rechte Gewalt oder Krieg um sein Leben fürchten zu müssen!

 
21.11.2025 (Fr) 18:00 Uhr Silvio-Meier-Straße, Berlin-Friedrichshain

⚐ Mahnwache: In Gedenken an Silvio Meier und alle Opfer rechter Gewalt.

⚐ Mahnwache: In Gedenken an Silvio Meier und alle Opfer rechter Gewalt.

mit Redebeiträgen, und Livemusik von Pyro One

Am 21. November 1992 wurde Silvio von einem Faschisten getötet. Silvio hatte Mut und Zivilcourage bewiesen und wollte die herrschenden Zustände nicht hinnehmen.

Silvio Meier - das war Mord

Silvio war ein humorvoller, offener junger Mensch, der sich in vielen Projekten der DDR-Opposition und in der linken Szene nach dem Mauerfall engagierte . Er gründete eine Druckerei, unterstützte bei Hausbesetzungen. So besetzte er mit Freund*innen ein leerstehendes Haus in der Schreinerstraße 47- die Villa Felix - vielen als “Schreina” bekannt. Außerdem war er Teil der Kirche von Unten (K.v.U.), einem wichtigen Anlauf- und Treffpunkt für alternative Menschen. Seine antifaschistischen Werte waren dabei ein steter Begleiter.

Am Abend des 21.11.1992 war Silvio Meier mit drei Freundinnen auf dem Weg zu einer Party. Auf dem U-Bahnhof Samariterstraße trafen sie auf eine Gruppe junger Neonazis. Silvio Meier und seine Freundinnen stellten sie zur Rede und rissen einem der Faschos seinen »Ich bin stolz ein Deutscher zu sein«-Aufnäher ab. Als sie den U-Bahnhof wieder verlassen wollten, wurden sie von den Neonazis abgepasst. Diese stachen auf Silvio und seine Freundinnen ein. Silvio starb kurze Zeit später. Bereits am Tag nach der Tat richteten seine Freundinnen eine Mahnwache am U-Bahnhof ein. Seit mehr als zehn Jahren erinnert auch eine Straße an Silvio Meier und ein Preis für Zivilcourage trägt seinen Namen. Seit Silvios Tod erinnert im U-Bahnhof eine Gedenktafel an ihn. Sie musste immer wieder gegen die Schändung von Nazis verteidigt werden. Die Tafel gibt es heute noch und sie erinnert an Silvio – so wie die Mahnwache, die jedes Jahr an seinem Todestag dort stattfindet.

...der Staat macht mit

Das jährliche Gedenken an Silvio ist ein Aufruf zum Handeln, denn rechte Gewalt und ein System, das auf Ausbeutung beruht, existieren weiterhin. Die Verstrickungen von Staat und Nazis wurden, wie z.B. im Berliner Neukölln-Komplex, nie aufgeklärt. Dabei würden die zahlreichen Bedrohungen und Anschläge dieser Angriffsserie es gebieten zu ermitteln.

Und im NSU-Prozess? Statt das Offensichtliche aufzugreifen, wird die Hauptschuld auf "das Trio" gelegt. Gegen Terrorhelferin S. Eminger wird erst jetzt, 14 Jahre nach dem Auffliegen des NSU und 7 Jahre nach Ende des NSU-Prozesses, verhandelt. Die meisten Morde der Neonazi-Terrorzelle sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch verjährt und eine Verurteilung unwahrscheinlich. B. Zschäpe, ehemaliges Mitglied der NSU-Terrorzelle, macht indes auf Aussteigerin, um ihre Haftzeit zu verkürzen und bekommt absurderweise sogar noch die Überführung in ein Aussteigerprogramm in Aussicht gestellt.

Freiheit für alle Antifas

Im krassen Gegensatz zu diesem Nazistreichelzoo, steht der staatliche Verfolgungseifer gegen Antifaschistinnen. Nur wenige Tage nach unserem Gedenken startet am 25. November der Prozess gegen Beschuldigte des "Antifa Ost"-Verfahrens. Auf der Anklagebank sitzen Menschen, die dem Terror der Faschisten nicht zugesehen haben. Vorgeworfen werden ihnen Angriffe auf militante Neonazis in Ostdeutschland. Wir erklären uns solidarisch mit den Angeklagten Antifaschistinnen, denn wir wissen, dass im Kampf gegen die Faschobanden und ihre Gewalt, vom Staat keine Hilfe, sondern Mittäterschaft zu erwarten ist. Seid laut, wenn ihr Diskriminierung und Ungerechtigkeit beobachtet oder dieser ausgeliefert seid. Wir müssen uns verbünden,um uns gegenseitig Halt zu geben und uns den Angriffen auf uns entgegenstellen zu können. Für ein besseres Morgen.

Organisiert euch!
Alle zusammen gegen den Faschismus!

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Nach der Mahnwache am 21. November 2025

Demo: Besetzte Häuser verteidigen!
20:00 Uhr | Max-Joseph-Metzger Platz (Nähe S+U-Bhf. Wedding)

Solidemo für die bedrohte Hausbesetzung Habersaathstraße 40-48 in Mitte, die vor vier Jahren von Wohnungslosen und Aktivist*innen besetzt wurde. Nach der Mahnwache für Silvio Meier wird es eine Anreise zur Demo geben, für die, die zur Demo wollen.

 
21.11.2025 (Fr) 15:08 Uhr Antifa Ostberlin

Berlin: Autonomes Gedenken für Silvio Meier (Flashmob-Video)

Berlin: Autonomes Gedenken für Silvio Meier (Flashmob-Video)

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In der Nacht auf den 21.11., dem Tag an dem unser Genosse Silvio Meier vor 33 Jahren von Nazis ermordet wurde, gedachten ihm einige Antifaschistinnen in der nach ihm benannten Silvio Meier Straße.

Antifaschist*innen sterben nie! Wir gedenken unseren von Nazis ermordeten Genossen:

Silvio Meier 1992 Berlin Dax 2003 Mailand Carlos Palomino 2007 Madrid Clément Méric 2013 Paris

Erinnern heißt kämpfen!
Antifaschismus ist kein Verbrechen!

Quelle: keinvergeben_keinvergessen (Instagram)

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21.11.2025 SILVIO MEIER MAHNWACHE 18:00 Silvio-Meier-Straße, Friedrichshain

22.11.2025 ANTIFA DEMO 14:00 Bahnhof Lichtenberg

22.11.2025 ANTIFA AFTER HOUR 19:30 Stadtteilladen Zielona Góra


VIDEOCLIP

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26.11.2022 (Sa) 18:00 Uhr U Bhf Samariterstraße /Ecke Silvio-Meier-Straße

⚐ Demonstration: Fight back! Damals wie Heute – Antifa bleibt Handarbeit!

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fightbackberlin.noblogs.org

„Und deshalb können wir als Antifaschist_innen nur zu einem Schluss kommen: wir müssen uns ein Beispiel an Silvio Meier und Lina nehmen und selber aktiv werden. Dafür soll die dritte Fight Back Demo eine weitere Chance liefern. Wir wollen am 26. November, 18 Uhr in Friedrichshain, an der Silvio-Meier-Straße, in Gedenken beginnen und dann den Szenekiez und unsere Komfortzone verlassen. Dabei wollen wir einem antifaschistischen Leitspruch treu bleiben: Erinnern heißt auch Kämpfen – gegen die Umstände, die faschistische Gewalt hervorbringen, aber auch und vor allem gegen diejenigen, die sie ausüben. Das geht nur gemeinsam, rücksichtsvoll, und gleichzeitig entschlossen. Schnappt euch also eure Bezugsgruppen, eure Windbreaker und FFP2-Masken, lasst eure Handys, Hunde und Fahrräder zu Hause und kommt mit auf die Straße, denn damals wie heute bleibt Antifa Handarbeit!“

 
 
21.11.2021 (So) 15:00 Uhr Silvio-Meier-Straße, Fhain

🌹✊🏽 Mahnwache: Zum 29. Jahrestag der Ermordung des Antifaschisten Silvio Meier

webflyer

Bringt Blumen und Kerzen mit!

Am 21. November jährt sich der Mord an Silvio Meier zum 29. Mal. Dieser Tag erfüllt uns mit Trauer, Betroffenheit und Wut – und mahnt uns jedes Jahr wie hoch der Preis für antifaschistisches Engagement sein kann. Freund:innen, Bekannte und Angehörige verloren damals einen engen Freund, den Vater und einen politischen Aktivisten, der niemals Neonazis duldete.

 
13.11.2021 (Sa) 18:00 Uhr S/U-Bhf Lichtenberg (Ausgang Siegfriedstr./Frankfurter Allee)

📢 Demo: Fight Back – Rechte Strukturen in den Sicherheitsbehörden zerschlagen!

Poster

Poster, A2

fightbackberlin.noblogs.org

Kundgebung ab 17:00 / Demo ab 18:00

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 13.11.2021

Silvio Meier, Kurt Schneider, Luke Holland, Eugeniu Botnari, NSU 2.0, Hanau, Halle, die Morde des NSU und der Neukölln-Komplex zeigen nur zu deutlich wozu rechte Chatgruppen, Nazi-SEKs, Drohbriefe und das Geschwafel von Einzelfällen führen. Die faschistische Bedrohung ist offensichtlich. Zusätzlich zu klassisch organisierten Neonazis und faschistischem Potential der Mehrheitsgesellschaft ist einerseits die AfD als parlamentarische Verankerung des Faschismus dazu gekommen. Andererseits wird uns das Ausmaß der nie durchgesetzten Entnazifizierung durch den wöchentlichen Bericht über Nazi-Strukturen bei Bullen und Militär vor Augen geführt. Es ist unsere Pflicht diese Strukturen entschlossen zu bekämpfen und die faschistischen Mörderbanden zu zerstören!

 
21.11.2020 (Sa) 18:00 Uhr Gedenkort für Burak Bektaş, Rudower Str, Möwenweg (Erreichbar über U-Bhf Parchimer Allee oder Bushalte Klinikum Neukölln)

Antifaschistischen Demo durch Südneukölln: Fight Back – Rechten Terror bekämpfen!

Plakat

Infos, Aufrufe, Demoroute: fightbackberlin.noblogs.org

Die Demonstration findet am Todestag des von Neonazis ermordeten Silvio Meiers statt – in Gedenken an alle Opfer rechter Gewalt weltweit!

Wir müssen gegen das Nazi-Problem in Neukölln selbst aktiv werden! Deswegen wollen wir am 21. November in Südneukölln demonstrieren: Für ein Neukölln frei von Nazis. Für ein Neukölln, in dem sich jeder Mensch, egal welcher Hautfarbe, sicher fühlen kann!

 
21.11.2020 (Sa) 16:00 Uhr Silvio-Meier-Straße / Frankfurter Allee, Fhain

Silvio-Meier-Mahnwache: Erinnern heißt kämpfen!

Plakat

radikale-linke.net

»Wir rufen auf am 21. November dem Antifaschisten Silvio Meier zu gedenken, der 1992 von Neonazis im U-Bahnhof Samariterstraße von Neonazis ermordet wurde. Kommt zur Kundgebung und Mahnwache um 16 Uhr und schließt euch im Anschluss der Demonstration „Fight Back – Rechten Terror bekämpfen!“ in Gedenken an den ebenfalls von Rechten ermordeten Burak Bektaş in Rudow an.« (Radikale Linke Berlin & Niemand Ist Vergessen - Berlin)

Silvio Meier Mahnwache | 16:00 | Silvio-Meier-Straße / Frankfurter Allee

Demo „Fight Back – Rechten Terror bekämpfen!“ | 18:00 | Gedenkort für Burak Bektaş (Rudower Str. / Möwenweg)

 
 
19.11.2016 (Sa) 22:00 Uhr Stadtteilladen Zielona Góra

Kiezparty: la lotta antifa continua

In Gedenken an Silvio Meier, 1992 in Friedrichshain von Faschisten ermordet. kiezparty lotta antifa zielona gora

Plakat, web, jpg

DJ_anes:
- Fairnet Blanca (80s Wave Punk Trash)
- Roggnroll Alexx (Rogg' nbeat 'npunk 'nroll - Hop)

Cocktails u.v.m.


21.11.2016: Silvio Meier Mahnwache, 17 Uhr, U-Bhf. Samariterstr.
26.11.2016: Silvio Meier Demo, 17 Uhr, U-Bhf. Samariterstr.
Infos: http://imgac.com/u/alj_berlin


Silvio Meier (* 1965 in Quedlinburg; † 21. November 1992 in Berlin) war ein Aktivist der links-alternativen und autonomen Szene in Berlin und Hausbesetzer. 1992 wurde er auf dem U-Bahnhof Samariterstraße in Berlin-Friedrichshain von Neonazis getötet. Er lebte in dem bis heute existierenden autonomen Hausprojekt Villa Felix in der Schreinerstraße 47. Im U-Bhf. Samariterstraße ist eine Gedenktafel für ihn angebracht, die bereits mehrmals von Nazis zerstört wurde. Inzwischen ist auch eine Straße Richtung Rigaer Straße in Silvio-Meier-Straße umbenannt worden.