01.05.2021 (Sa) 17:00 Uhr Hermannplatz, Berlin-Neukölln

Aufruf von Internationalistischer Abend zur Revolutionären 1. Mai Demonstration 2021 – Hinein in den Interkiezionale Block

Plakat zum Revolutionären 1. Mai 2021 in Berlin - mit Bildern von lokalen Kämpfen in Zeiten von Corona

Der 1. Mai ist internationalistisch! Das sollten wir auch auf der Demo zum Ausdruck bringen, auch gerade deshalb, weil sich seit den Corona-Auflagen internationalistische Veranstaltungen räumlich nicht mehr organisieren lassen und dadurch die Wahrnehmung vieler Kämpfe im Trikont in den Hintergrund geraten ist. Daher teilen auch wir die Freude der Interkiezionalen, dass sich im Frontblock der diesjährigen 1.Mai Demo durch die Initiative der Migrantifa eine starke Internationalistische Allianz formieren wird.

In diesem Jahr rufen wir als Internationalistische Autonome dazu auf, sich im Interkiezionalen Block zu beteiligen, auch weil das Motto „Global denken – lokal handeln“ für uns keine Floskel ist, und wir stets Gegenmacht in den Kiezen als Konzept verteidigen werden.

Aufruf von Internationalistischer Abend zur Revolutionären 1. Mai Demonstration 2021 – Hinein in den Interkiezionale Block

Die revolutionäre 1. Mai Demo jährt sich in Berlin zum 33. Mal. Und wieder könnte sie Kulminationspunkt werden als Gegenmacht von Unten, die die herrschenden Verhältnisse in Frage stellt. Die als willkürlich verordnet wahrgenommenen Einschränkungen im alltäglichen Leben nach dem Motto: „Uns die Villa und den Strandurlaub in Malle – euch die tägliche Arbeit und die nächtlichen Ausgangssperren“ führen zu zivilem Ungehohrsam, was viele noch zusätzlich zum 1. Mai mobilisieren wird. Arbeiter:innen, die seit einem Jahr mit 30-prozentiger Lohnkürzungen in Kurzarbeit verweilen, müssen zunehmend befürchten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, welcher dann darüber hinaus noch mit Steuergeldern subventioniert in Billiglohnländer verlagert wird. Der DGB erweist sich auch hier größtenteils als zahnloser Tiger – ausgenommen die Streikaufrufe in Amazon Verteilzentren.

Auch die Rücknahme des Mietendeckels und die vorhersehbaren erneuten Mietsteigerungen, wie auch die anstehenden Nachzahlungen, bringt viele Berliner:innen dazu, Möglichkeiten zu nutzen, um Protest und Wut auf die Straßen zu tragen. Zweifelsohne ist die SPD mitverantwortlich an der verfehlten Wohnungspolitik und dem damit einhergehenden Terror gegen Mieter:innen, auch weil sich ihr Innensenator Geisel als willkürlicher Vollstrecker der Spekulations-Mafia gebärdet. Selbst Anti-Mafia-Kenner:innen aus Neapel bestätigen, dass in Europa nirgendwo mehr Schwarzgeld gewaschen wird als in Berlins Immobiliensumpf. Um dies zu verschleiern werden mediengerecht aufgearbeitet regelmäßig zweifelhafte Großrazzien in Shishabars nach „unversteuertem Tabak“ durchgeführt oder unverhältnismäßige Polizei-Gewaltaufmärsche gegen Anti-Gentrifizierungs-Versammlungen inszeniert.

Der 1. Mai ist internationalistisch! Das sollten wir auch auf der Demo zum Ausdruck bringen, auch gerade deshalb, weil sich seit den Corona-Auflagen internationalistische Veranstaltungen räumlich nicht mehr organisieren lassen und dadurch die Wahrnehmung vieler Kämpfe im Trikont in den Hintergrund geraten ist. Daher teilen auch wir die Freude der Interkiezionalen, dass sich im Frontblock der diesjährigen 1.Mai Demo durch die Initiative der Migrantifa eine starke Internationalistische Allianz formieren wird.

In diesem Jahr rufen wir als Internationalistische Autonome dazu auf, sich im Interkiezionalen Block zu beteiligen, auch weil das Motto „Global denken – lokal handeln“ für uns keine Floskel ist, und wir stets Gegenmacht in den Kiezen als Konzept verteidigen werden.

In diesem Sinne verurteilen wir auch jegliche perfiden Spaltungsmanöver-Versuche und Gewaltaufrufe des korrupten Innensenators und seiner Bullen-Clique.

Der Klassenkampf – gegen Gentrifizierung – gegen die Reichen und ihre Lobby – wird in Berlin und anderswo immer intensiver, weil sich gerade in Zeiten der Krise der Charakter eines Menschen zeigt und klarer wird, dass nur die Selbstorganisierung und der Kampf auf der Straße etwas bringt.

Hoch die Internationale Solidarität!

Aufruhr – Widerstand – Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Internationalistischer Abend, April 2021