28.01.2022 (Fr) 13:00 Uhr Griechische Botschaft, Kurfürstendamm·185

⚐ Kundgebung: Wir wollen Gerechtigkeit für die 11 türkischen & kurdischen Revolutionäre die in Griechenland eingesperrt sind!

☉ 28.01.2022 (Fr) 13:00  ⚲ Griechische Botschaft, Kurfürstendamm·185

Poster

Flugblatt, A4, jpg

Kundgebung 28.01.2022
13 Uhr - Griechische Botschaft
Kurfürstendamm 185, 10707, Berlin

Podiumsdiskussion 29.01.2022
14 Uhr - Stadtteilladen Zielona Gora
Grünberger Str. 73, 10245, Berlin

Um unsere Forderung zu verstärken, werden unsere Genoss:innen aus Griechenland mit einem „Langen Marsch“ zu uns kommen, in welchen sie durch die Großstädte Westeuropas reisen werden. Der Lange Marsch beginnt am 28. Januar in Berlin mit einer Kundgebung vor der griechischen Botschaft. Außerdem möchten wir am selben Tag mit Parlamentariern und Journalist:innen zusammentreffen, die sich bewusst sind, dass eine derartige Missachtung des Gesetzes nicht hingenommen werden kann.

Am 29.01. werden wir eine Veranstaltung organisieren, auf diese unsere Genoss:innen aus Griechenland über den Prozess und die aktuelle Situation der Gefangenen sprechen werden.

Wir würden uns freuen euch, mit uns in unserem Kampf, zu sehen.

Organisiert von: Komitee für den Antiimperialistischen Kampf
Unterstützt von: Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen Berlin


Ein Urteil im Auftrag des Imperialismus:
Am 18. März 2020 wurden 11 Revolutionäre (Harika Kızılkaya, Hazal Seçer, Ali Ercan Gökoğlu, Şadi Naci Özpolat, Sinan Oktay Özen, Halil Demir, Burak Ağarmış, Anıl Sayar, Sinan Çam, İsmail Zat, Hasan Kaya) aus der Türkei in der Hauptstadt Griechenlands Athen verhaftet. Nach anderthalb Jahren der Gefangenschaft endete der Prozess am 19. Juli 2021.

Dieses Verfahren, in welchem die 11 türkischen Revolutionäre zu insgesamt 333 Jahren im Gefängnis verurteilt wurden, ist kein faires Verfahren nach dem Gesetz.

Dieses Verfahren ist ein politisches Verfahren ausgeführt durch die Aufforderung des US-Imperialismus und des türkischen Faschismus, mit dem Ziel die türkischen Revolutionäre in Griechenland einzuschüchtern und ihre antiimperialistischen und antifaschistischen Kampf zu verhindern.

Das Oberste Strafgericht von Athen traf eine politische Entscheidung, indem es offen gegen die Gesetze und universellen Rechtsgrundlagen verstieß, sowie das Recht auf Verteidigung und das Recht auf ein faires Verfahren einverleibte. Diese Entscheidung ist das Ergebnis des Druck des türkischen Faschismus und des EU-US-Imperialismus, indem die Definition von „Terrorismus“ in einer Linie mit den Interessen des Imperialismus angewandt wurde, die „Anti-Terror-Gesetze“ wurden für diese Interessen erschaffen.

Das Gericht verhängte hohe Strafen für die 11 türkischen Revolutionäre, ohne einen konkreten Beweis aber in Übereinstimmung mit den Wünschen des politischen Establishment, nicht in Übereinstimmung mit dem Gesetz. Selbst die Tatsache, dass die türkischen Revolutionäre beim Betreten und Verlassen des Gerichtssaal Victory-Zeichen machten und Parolen riefen, wurde zum Beweis ihrer Mitgliedschaft in einer „terroristischen“ Organisation. Daher ist es ein politisches und kein faires Verfahren. Es ist eine politische und keine rechtliche Entscheidung. Einen Monat vor dieser Entscheidung hielten der Ministerpräsident von Griechenland Kiriakos Mitsotakis und der Präsident der Republik Türkei und AKP Leiter Recep Tayyip Erdogan, während der NATO Versammlung, Treffen hinter verschlossenen Türen ab, das lässt erkennen welcher politische Wille diese Entscheidung wirksam war.

Wir fordern ein gerechtes Verfahren nach dem griechischen Gesetz. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Verbrecher der „Goldenen Morgenröte“, eine berüchtigte Neo-Nazi Organisation zu 13 Jahren Gefängnis und ausländische Revolutionäre zu jeweils 33 Jahren verurteilt werden.